Praxisorganisation

Wer pflegt eigentlich Ihre Praxis-Website?

Viele Praxis-Websites wurden einmal gebaut und seitdem nicht mehr angefasst. Solange alles läuft, fällt das niemandem auf. Spätestens bei einer Sicherheitslücke stellt sich aber die Frage, wer sich eigentlich kümmert. Hier erfahren Sie, wie Sie das klären und welche Zugänge Sie selbst in der Hand haben sollten.

Drei Felder mit den Beschriftungen Praxis, Webdesigner und Hoster, gestrichelt verbunden mit einem großen Fragezeichen in der Mitte
Praxis, Webdesigner oder Hoster: Wer für die Website zuständig ist, ist oft nirgends festgehalten.

Ihre Medizinische Fachangestellte kommt mit einer Frage an den Empfang: „Auf der Website stehen noch die Sprechzeiten vom letzten Jahr. Wer kann das ändern?“ Niemand im Team weiß es. Der Webdesigner, der die Seite damals gebaut hat, ist nicht mehr erreichbar. Das Passwort für den Admin-Bereich liegt irgendwo in einer alten E-Mail. Und welcher Hoster jeden Monat die Rechnung schickt, muss erst die Buchhaltung heraussuchen.

Diese Situation erleben viele Praxen. Meistens ist sie ärgerlich, manchmal wird sie teuer.

Das Problem: Eine Website ist kein Praxisschild

Ein Schild an der Hauswand hängt man einmal auf, dann hält es zwanzig Jahre. Eine Website funktioniert anders. Sie besteht aus mehreren Teilen, die unterschiedlich alt werden:

  • der Domain, also Ihrer Adresse wie praxis-mustermann.de, die jedes Jahr verlängert wird,
  • dem Hosting, also dem Server, auf dem die Website liegt,
  • der Software, bei vielen Praxen WordPress oder Joomla samt Plug-ins und PHP, die regelmäßig Updates braucht,
  • den Inhalten, also Sprechzeiten, Team, Leistungen, Impressum und Datenschutzerklärung.

Für jeden dieser Teile muss jemand zuständig sein. In vielen Praxen ist das nie ausdrücklich geregelt worden. Die Praxis denkt, der Webdesigner kümmert sich. Der Webdesigner hat nur den Bau abgerechnet und keinen Wartungsvertrag. Der Hoster stellt den Server bereit, fasst aber die Website selbst nicht an.

Tabelle Wer ist zuständig? Zeilen: Domain verlängern, Server und PHP, Updates für WordPress und Plug-ins, Backups, Inhalte wie Sprechzeiten, Impressum und Datenschutz. Spalten: Praxis, Webdesigner, Hoster. Domain und Server liegen beim Hoster, Inhalte sowie Impressum und Datenschutz bei der Praxis. Bei PHP-Version, Updates und Backups stehen Fragezeichen, weil das oft ungeklärt ist.
Typische Verteilung, wenn nichts schriftlich vereinbart ist. Die Fragezeichen markieren die Aufgaben, die am häufigsten liegen bleiben: PHP-Version, Updates und Backups.

Die Folgen: Was liegen bleibt, fällt irgendwann auf

Solange niemand zuständig ist, passiert genau das: nichts. Die Folgen kommen schleichend und dann plötzlich.

  • Sicherheitslücken bleiben offen. Ohne Updates läuft die Website mit bekannten Lücken weiter. Wie schnell das ernst wird, zeigt die PHP-Lücke php2shell vom Oktober 2026.
  • Technik veraltet. PHP-Versionen haben ein festes Ablaufdatum, für PHP 8.2 ist es der 31. Dezember 2026. Wer das verpasst, steht irgendwann vor einer Website, die sich nicht mehr einfach aktualisieren lässt.
  • Falsche Informationen. Veraltete Sprechzeiten, ausgeschiedene Kolleginnen im Team oder eine alte Telefonnummer führen zu Anrufen, Beschwerden und verpassten Terminen.
  • Kein Zugriff im Notfall. Wird die Website gehackt oder die Domain läuft aus, zählt jede Stunde. Wer dann erst Zugangsdaten suchen muss, verliert Zeit.
  • Abhängigkeit. Liegen Domain und Hosting auf dem Konto des früheren Dienstleisters, kann ein Umzug schwierig werden, im ungünstigsten Fall ohne dessen Mithilfe gar nicht möglich.

Die Lösung: Zuständigkeit in drei Schritten klären

1. Bestandsaufnahme machen

Klären Sie zuerst, was Sie überhaupt haben. Bei wem ist die Domain registriert? Wer stellt das Hosting in Rechnung? Mit welchem System wurde die Website gebaut? Die Rechnungen der letzten Jahre helfen dabei oft mehr als jedes Technikwissen.

2. Wartung schriftlich vereinbaren

Legen Sie fest, wer welche Aufgabe übernimmt, und halten Sie das schriftlich fest. Mit einem Dienstleister geschieht das am besten in einem Wartungsvertrag. Folgende Punkte sollten darin stehen:

  • Welche Updates eingespielt werden (System, Theme, Plug-ins, PHP-Version) und wie oft.
  • Wie schnell bei einer kritischen Sicherheitslücke reagiert wird.
  • Wie oft Backups gemacht werden, wo sie liegen und wie schnell sie zurückgespielt werden können.
  • Wer Inhalte wie Sprechzeiten oder Urlaubshinweise ändert und in welcher Zeit.
  • Was die Wartung kostet und was zusätzlich berechnet wird.
  • Was bei Vertragsende passiert, insbesondere mit Domain und Zugangsdaten.

3. Zugänge selbst aufbewahren

Egal, wer die Website betreut: Die wichtigsten Zugänge gehören in die Praxis. Bewahren Sie sie sicher auf, etwa in einem Passwort-Manager, und nicht nur im Postfach eines ehemaligen Mitarbeiters.

Checkliste Diese Zugänge gehören in Ihre Praxis: Domain beim Registrar, Kundenkonto beim Hoster, Admin-Zugang der Website, E-Mail-Postfächer, Google-Unternehmensprofil, Google Search Console, Online-Terminbuchung, Rechnungen der letzten Jahre
Die Zugänge, die eine Praxis selbst in der Hand haben sollte. Am wichtigsten ist die Domain: Sie sollte auf den Namen der Praxis oder der Inhaberin bzw. des Inhabers laufen.

Tipp für den Praxisalltag

Benennen Sie im Team eine Person, die Änderungswünsche für die Website sammelt und an den Dienstleister weitergibt. Das verhindert, dass Hinweise wie „Die Sprechzeiten stimmen nicht mehr“ im Alltag untergehen.

So löst PraxisSite das

Bei PraxisSite müssen Sie die Wartung nicht selbst organisieren. Mit dem optionalen Hosting-Paket laufen Technik, Hosting und Sicherheit im Paket mit: Wir kümmern uns um Domain, SSL-Zertifikat, Updates und Backups, und Sie haben einen festen Ansprechpartner statt drei verschiedener Dienstleister.

Dazu kommt die Technik selbst: Unsere Websites sind statisch, laufen also ohne PHP und ohne Datenbank. Damit fallen die Aufgaben, die in vielen Praxen liegen bleiben, gar nicht erst an. Es gibt keine Plug-ins, die veralten, und keine PHP-Version, die ausläuft.

Für Inhalte wie neue Sprechzeiten, Urlaubshinweise oder ein neues Teammitglied gibt es feste Änderungspakete: 2 Stunden pro Jahr für 89 € oder 5 Stunden pro Jahr für 199 €. Sie schicken uns, was sich geändert hat, wir setzen es um. Alle Leistungen im Vergleich finden Sie in der Preisübersicht.

Wissen Sie, wer Ihre Website betreut?

Sie sind unsicher, wo Ihre Domain liegt, auf welchem Stand Ihre Website ist oder ob sich gerade überhaupt jemand kümmert? Wir sehen uns Ihre Praxis-Website kostenlos an und sagen Ihnen, was zu tun ist. Jetzt Website-Check anfragen.