
Die Website Ihrer Praxis wurde vor drei oder vier Jahren gebaut. Sie sieht ordentlich aus, die Öffnungszeiten stimmen, das Kontaktformular funktioniert. Warum sollte man daran etwas ändern? Weil unter der Oberfläche eine Technik läuft, die ein Ablaufdatum hat. Für PHP 8.2 ist dieses Datum der 31. Dezember 2026.
Was bedeutet „Supportende“?
PHP ist die Programmiersprache, mit der WordPress, Joomla und viele andere Redaktionssysteme arbeiten. Sie läuft auf dem Server Ihres Hosters und baut bei jedem Aufruf die Seiten Ihrer Website zusammen.
Jede PHP-Version wird nach einem festen Plan gepflegt: zwei Jahre lang mit Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates, danach zwei weitere Jahre nur noch mit Sicherheitsupdates. Dann ist Schluss. Wird nach diesem Datum eine Lücke entdeckt, wird sie für diese Version nicht mehr geschlossen.
Für Ihre Praxis heißt das:
- PHP 8.2: noch bis 31. Dezember 2026 versorgt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Update zu planen.
- PHP 8.1, 8.0, 7.x und älter: bereits ohne offizielle Sicherheitsupdates. Hier besteht schon heute Handlungsbedarf.
- PHP 8.3, 8.4 oder 8.5: aktuell unterstützt. Für Ende 2027 sollten Sie PHP 8.3 bereits auf dem Zettel haben.
Warum das gerade jetzt zählt
Wie schnell eine Lücke in PHP selbst zum Problem werden kann, hat sich im Oktober 2026 gezeigt: Mit php2shell wurden zwei kritische Lücken bekannt, über die Angreifer Server ohne Passwort übernehmen können. Die aktuellen Versionen haben innerhalb eines Tages einen Patch bekommen. Für PHP 8.1 und älter gab es vom PHP-Projekt keinen mehr.
Genau das passiert ab Januar auch mit PHP 8.2. Die nächste Lücke wird für diese Version nicht mehr geschlossen. Dazu kommt: Viele Hoster stellen veraltete PHP-Versionen nach einiger Zeit automatisch um oder berechnen für den Weiterbetrieb einen Aufpreis. Beides kann Sie unvorbereitet treffen, wenn alte Plug-ins mit der neuen Version nicht zurechtkommen. Die Folge ist im schlimmsten Fall eine weiße Seite oder eine Fehlermeldung statt Ihrer Praxis-Website.
Ihre PHP-Version herausfinden
Die Version finden Sie an zwei Stellen:
- Im Kundenbereich Ihres Hosters, meist unter „Webhosting“, „PHP-Einstellungen“ oder „PHP-Version“. Dort können Sie die Version in der Regel auch selbst umstellen.
- In WordPress unter Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht → Server, in Joomla unter System → Systeminformationen.
Wichtig: Die Umstellung selbst ist ein Klick. Ob Ihre Website danach noch funktioniert, hängt aber von WordPress oder Joomla, dem Theme und allen Plug-ins ab. Ältere Erweiterungen, die seit Jahren kein Update bekommen haben, laufen auf neuen PHP-Versionen häufig nicht mehr.
Das Update in 5 Schritten
So gehen Sie oder Ihr Dienstleister vor, damit die Website nach dem Wechsel weiterläuft:
- Vollständiges Backup anlegen. Dateien und Datenbank sichern, und zwar so, dass Sie es auch wieder einspielen können. Viele Hoster bieten dafür eine Funktion im Kundenbereich.
- Alles auf den neuesten Stand bringen. Erst WordPress oder Joomla selbst aktualisieren, dann Theme und Plug-ins. Neue Versionen sind meist bereits für aktuelles PHP vorbereitet.
- Veraltete Erweiterungen aussortieren. Plug-ins, deren letzte Aktualisierung mehr als ein bis zwei Jahre zurückliegt, sind ein Warnsignal. Ersetzen Sie sie durch gepflegte Alternativen oder entfernen Sie sie, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
- Zuerst testen. Viele Hoster bieten eine Test- oder Staging-Umgebung, also eine Kopie Ihrer Website, auf der Sie gefahrlos ausprobieren können. Stellen Sie dort auf PHP 8.4 oder mindestens 8.3 um und klicken Sie alle wichtigen Seiten durch.
- Umstellen und prüfen. Erst dann die Live-Website umstellen. Prüfen Sie direkt danach Startseite, Kontaktformular, Terminbuchung und die Darstellung auf dem Smartphone. Läuft etwas schief, stellen Sie die alte Version zurück und spielen notfalls das Backup ein.
Planen Sie dafür nicht den 30. Dezember ein. Gerade zwischen den Jahren sind Dienstleister und Hoster-Support schwer erreichbar.
Und wenn es nicht klappt?
Lässt sich die Website nur mit großem Aufwand auf eine aktuelle PHP-Version heben, etwa weil das Theme nicht mehr weiterentwickelt wird, ist das ein guter Moment, über einen Neuaufbau nachzudenken. Ein Update, das viele Stunden Fehlersuche kostet, ist oft teurer als eine neue Website.
So löst PraxisSite das
Bei den Websites von PraxisSite gibt es keine PHP-Version, die gepflegt werden muss. Sie sind statische Websites: Die Seiten werden einmal fertig gebaut und dann ohne PHP und ohne Datenbank ausgeliefert. Ein Supportende wie das von PHP 8.2 betrifft sie nicht, und es gibt keine Plug-ins, die nach einem Update plötzlich nicht mehr funktionieren.
Mit dem optionalen Hosting-Paket kümmern wir uns zusätzlich um Domain, SSL-Zertifikat, Updates und Backups. Änderungen wie neue Sprechzeiten oder Urlaubshinweise setzen wir über ein Änderungspaket für Sie um.
Sie haben heute eine WordPress- oder Joomla-Website und möchten das Thema PHP-Updates endgültig loswerden? Dann ist der Umstieg einfacher, als viele denken: Wir übernehmen Ihre bestehenden Inhalte, gestalten die Website neu und schalten sie zum Festpreis live. Bezahlt wird erst, wenn sie fertig ist. Die Pakete finden Sie in der Preisübersicht.
Wissen Sie, wo Ihre Website steht?
Sie wissen nicht, welche PHP-Version Ihre Website nutzt, oder haben keinen Zugang zum Hoster? Senden Sie uns die Adresse Ihrer Praxis-Website. Wir prüfen sie kostenlos und sagen Ihnen, ob ein Update reicht oder ein Umstieg sinnvoller ist. Jetzt Website-Check anfragen.
Stand: 24. Oktober 2026. Supportzeiträume laut php.net – unterstützte Versionen und php.net – nicht mehr unterstützte Versionen.